Wir starteten zu einer Vereinsfahrt nach Mirow/Mecklenburgische Seenplatte. Die Gruppe teilte sich auf in Paddler und Fahrradfahrer. Die meisten sind mit dem Auto angereist, einige auch mit dem Fahrrad und der Bahn.

Untergekommen sind wir alle im Strandhotel Mirow, das voll auf Business getrimmt ist. Sie decken einfach fast alles ab. Es gibt einen Zeltplatz , schöne Hotelzimmer für die bequemen und Bootsanlegeplätze für die Motorbootfraktion. Hier kamen dann auch vier Vereinsmitglieder mit dem Motorboot an.

Eigentlich wollten wir auch zelten wie üblich, da jedoch ein Paar wegen Krankheit ausgefallen ist haben wir deren Zimmer übernommen, so dass wir auch zu den Luxustravellern gehörten. Wirklich schönes Zimmer mit Blick auf den See.

Am Ankunftstag (Freitag) haben wir dann noch mit einer Vereinskameradin einen kurzen Ausflug bis zum C20 Campingplatz am Leppinsee unternommen, unterwegs überall Kanuverleihstationen, im Sommer dürfte es da ziemlich voll werden. Jetzt war da noch gähnende Leere zumal Richtung Bolter Schleuse Motorboote verboten sind.

Zurück von dieser Tour trafen wir uns mit den zwischenzeitlich angereisten Kameraden auf der Terrasse und nahmen unser Abendessen ein. Viele haben a la carte gegessen, wir sind in den Genuss eines Grillbuffets gekommen all you can eat wie wir es lieben. Dazu spielte ein Entertainer wirklich gute Musik (Willi Freibier) und es wurde wie wild getanzt.

Am Samstag nach einem wiederum ausgezeichneten Frühstücksbuffet ging es dann um 10.00 Uhr los zu der geplanten Tour Bolter Schleuse mit 26 km. Es war ganz gut windig aber noch gut beherrschbar. Nach einem Zwischenstopp bei Paddel Paul, dort gibt es einen Kiosk mit Getränken und kleineren Mahlzeiten, (Toiletten nur mit 0,50 Cent Münzen benutzbar) ,ging es über den Woterfitzsee und Caarpsee durch idyllische Landschaft motorbootfrei zur Bolter Schleuse wo wir uns mit den Radfahrern trafen. Neu dort oben ist die Fischerrotunde wo man einkehren kann und lecker Fisch zu sich nehmen kann. Wir und andere Paddler hatten jedoch genug Proviant dabei, so dass wir dort nicht eingekehrt sind, zumal der Ausstieg für Kajaker nicht optimal gelöst ist.

Nach der Stärkung ging es dann zurück, wieder mit einem Stopp bei Paddel Paul, so dass wir pünktlich zum Abendessen da waren. Dieses Mal hatten wir einen Tisch für alle in einem separaten Speisesaal wo wir auch das Frühstück zu uns genommen hatten. Alle haben etwas auf der umfangreichen Speisekarte gefunden und das Essen in dem Hotel, insbesondere die Fischmahlzeiten, sind wirklich lecker. Zum Nachtisch noch einen Germknödel und ein Eis und schon waren wir wieder um 50 Euro ärmer.

Übrigens wer nicht so wie wir hin und zurück paddeln will und ausdauernd ist, kann das ganze mit einer Rundtour über die Müritz machen. Dann wird am Bolter Kanal umtragen und über die Müritz, die aber bei dem Wind an dem Wochenende ziemlich wellig gewesen sein dürfte, und den Mirower Kanal zurückgepaddelt. Das ist dann so was um 34 km.

Am Sonntag unseren Abreisetag haben wir die Zimmer geräumt, die Zelte abgebrochen und sind aber noch zu einer Tour in die andere Richtung gestartet. Da in Fleeth der Kiosk geschlossen war um die Mittagszeit sind wir noch einen km weiter gepaddelt bis zur Fleether Mühle,die zwar vor Jahren bereits abgebrannt ist, aber es gibt dort eine Verleihstation mit Kiosk und einer kleinen Zeltwiese wo wir uns abermals mit den Radlern getroffen haben. Das eine und andere Getränk und eine Kleinigkeit (es gab selbstgebacken Kuchen) zu essen wurde geordert, um für die Rücktour gestärkt zu sein.

Auf der Rücktour wurde es denn auch das einzige Mal etwas wellig, als ausgerechnet die Wasserschutzpolizei mit hohem Tempo an uns vorbeibrausen musste. Ein Kanadier aus unserer Gruppe hat ordentlich Wasser ins Boot bekommen, umgekippt ist aber keiner. Ansonsten wieder wenig Motorbootverkehr, schöne Aussichten, blauer Himmel kam auf, nicht zu heiß mit ca. 20 Grad was will man mehr.

Kurz hinter der Bundesstraßenbrücke an der Schlossinsel sind wir noch bei einem Fischer eingekehrt und haben uns zum Abschied ein Fischbrötchen gegönnt. Beim Hotel die Boote noch aufgeladen und zurück ging es nach Berlin, ein schöner Ausflug war zu Ende.