Kajaktour und Fahrradtour um Storkow von Heinz, ergänzt von Gaby und Burkhard

Es war wieder so weit, in der Zeit vom Freitag, dem 16. bis Sonntag, dem 18. Mai fand die traditionelle Vereinswanderfahrt des Kajak-Club Albatros 1926 e.V. statt. Start- und Zielort war diesmal das Storchendorf Storkow im Landkreis Dahme-Spreewald ca. 60 Kilometer östlich vor den Toren Berlins.

Leider fielen diverse andere Veranstaltungen auf dieses Wochenende, daher schrumpfte die Teilnehmerzahl auf vier Paddler und neun, zeitweise elf Radler zusammen. Die Wetterprognose für dieses Wochenende fiel alles andere als berauschend aus, doch wie so oft irrten die Wetterfrösche und Petrus hatte ein Herz für Paddler und Radfahrer.

Mit Dietrich und Karin hatten Gaby und Burkhard die Gegend bereits vorher etwas erkundet. Infolge-dessen waren für Bärbel und Wolfgang, Bärbel und Jürgen, Bärbel und Heinz, Silvia und Matthias, Wolfgang und Nina auch fünf Zimmer in einer Pension reserviert. Ingeborg und Gaby und Burkhard zelteten beim benachbarten Ruderverein. Leider war es durch das dort vorhandene Bistro etwas laut.

Gaby und Burkhard paddelten bereits ab Pfingstmontag vom Vereinsgelände aus mit zwei Zwischenübernachtungen über Spree und Landwehrkanal, Dahme,  Krüpelsee , Wolziger See und Storkower Kanal zum Ruderverein Storkow.

Alle anderen trudelten am Freitag nach und nach ein, der Nachmittag wurde bereits für eine Rad- und Paddeltour genutzt. Die Pedalritter machten sich auf den Weg nach Wendisch-Rietz am Ende des Scharmützelsees und umrundeten dabei den Großen Storkower See. Auf neu angelegten asphaltierten Radwegen, Sandpisten durch den Wald, durch unberührte Naturlandschaften und über Knüppeldämme durch ein Sumpfgebiet - Bärbel war fest der Meinung nur knapp einem Krokodilrachen entkommen zu sein -erreichten sie trockenen Fußes unser Quartier. Am Abend zeigte der Tacho 40 Kilometer an, für die „Ungeübten" eine reife Leistung!

Wolfgang, der am Freitag schon zeitig eintraf, paddelte mit Gaby und Burkhard über den Storkower See bis zur Schleuse Wendisch-Rietz.

Am Abend dann gemeinsames Essen im Steakhaus. Viele Erlebnisse und Anekdoten aus unseren langjährigen Paddelerfahrungen wurden zum Besten gegeben, Gaby und Burkhard staunten nicht schlecht, was die Albatros-Oldie-Truppe schon alles auf dem Wasser erlebt hatte. Nach einem fröhlichen Beisammensein, es wurde viel gelacht, gingen wir gesättigt und müde zu Bett bzw. zu Luftmatratze.

Am Samstag hatte Gaby ein gemeinsames Frühstück im Strandbad-Bistro organisiert, danach starteten wir zur nächsten Etappe. Unser Tagesziel war das Dorf Blossin am Wolziger See. Die Radelgruppe wurde an diesem Tag noch durch Monika und Karl -Heinz verstärkt. Wieder strafte das Wetter die Voraussage Lügen, denn wir hatten fast den ganzen Tag Sonnenschein. Durch Wald, Felder und Wiesen führte Jürgen, der die Raderouten hervorragend ausgesucht hatte, die Radler nach Blossin. Gleichzeitig paddelten Ingeborg, Gaby und Burkhard und Wolfgang  über den Storkower Kanal und den Wolziger See. Am Ufer war immer wieder Interessantes zu entdecken, auf dem Wolziger See gab es zum Glück keine Wellen.

In der „Fischerhütte" in Blossin trafen die Radler und die Paddler, die etwas Zeitstress mit den Schleusen zwischen den Seen hatten, zum Mittagessen zusammen, super leckeres und auch preiswertes Fischessen. Gestärkt ging es zurück nach Storkow, wo Paddler und Radler zeitgleich unser Quartier erreichten.

Um 19 Uhr abermals Treffen im Steakhaus zum Abendessen mit Erfahrungsaustausch und Manöverkritik. Gaby lüftete endlich ihr Geheimnis, warum ihr Boot immer so schwer ist. Neben der polaren Extrem-Expeditionsausrüstung schleppte sie als Ballast oder zum Boottrimmen auch noch „grüne Steine am Bande", sprich eine Halskette, mit sich herum. Demnach ist es kein Wunder, dass ihr Kajak so einen extremen Tiefgang hat.

Nach dem Essen machte sich die Müdigkeit breit, immerhin hatten die Radler heute 50 Kilometer in den Beinen und die Wasserwanderer 22 Kilometer in den Armen. Dazu die frische Luft, die nötige Bettschwere war erreicht.

Am Sonntag abermals Frühstück im Bistro, dann ging es auf die letzte Tour zum gemeinsamen Treffpunkt und Picknick in Wendisch-Rietz. Jürgen wählte diesmal eine Bergstrecke aus, die Route führte über Reichenwalde und Bad Saarow am Scharmützel See entlang zum Treffpunkt. Unsere Kanuten litten wieder unter der langen Wartezeit an der Schleuse zwischen dem Storkower und dem Scharmützel See. Doch was für ein Timing, zeitgleich erreichten beide Gruppen den netten Park am Hafen von Wendisch-Rietz. Gemeinschaftspicknick bei Sonnenschein - die Wetterpropheten hatten Regen angesagt -, dann machten sich beide Gruppen auf den Heimweg.

Nach „läppischen" 30 Kilometern erreichten die Radfahrer am frühen Nachmittag wieder Storkow, unsere Paddler hatten rund 16 Kilometer Wasserweg hinter sich. Leider vergingen die drei Tage wie immer viel zu schnell. Die äußeren Bedingungen waren diesmal ideal, es regnete während der Radtouren nicht ein einziges Mal. Lediglich die Paddler erwischten zweimal eine Regenwolke, Kanufahren ist eben ein Wassersport. Räder verladen, Gepäck verstauen, Boote aufladen und Abschied nehmen, dann ging es zurück nach Berlin.