Wie üblich wenn es zur Oberhavel geht zur Schleuse Spandau, diesmal durch etwas mehr Kabbelwasser, da der Wind genau in die kanalisierte Havel pfiff und viele Schubverbände unterwegs waren. Weiter an Eiswerder vorbei und hinter der Wasserstadt dann aber rechts eingeschwenkt nach Tegel. Achtung fahrt nicht in den Hohenzollernkanal mit der Brücke, sondern nehmt den nächsten Abzweig in Richtung des Durchfahrt verboten Schildes vorbei an Maienwerder, Baumwerder und Reiswerder. Burkhard durfte hier eine Pause einlegen, da ein Fahrgastschiff die Berlin um die Ecke kam. Kurz die Heckwellen gekreuzt und da hinein wo es nur für Anwohner erlaubt ist.

Hier solltet ihr nicht so durchheizen, es gibt viel zu sehen in diesem teilweise Naturschutzgebiet. Also weiter geradeaus, rechts werdet ihr ein Stück von landenen Flugzeugen begleitet, es kommen einige Segelvereine und Angelvereine bei Saatwinkel. Gleich dahinter kommen zwei Badebuchten, die sofern nicht ausgetonnt und gesperrt für Boote für eine Pause genutzt werden können. Wir ziehen die erste Badebucht vor, da rechterhand dort auch ein schönes Restaurant ist.

Nach der wohlverdienten Pause ging es dann weiter in Richtung Tegel, linkerhand die Insel Scharfenberg. Von weitem seht ihr dann auch schon die Hochhäuser in Tegel an der Greenwichpromenade und die Sechserbrücker (früher durften die Ausflügler für'n Sechser über die von einem Fährmann angelegte Holzbrücke, heute modernisiert...). Bis dahin ging es bei steil ablandigen Wind aber nochmals ganz gut zur Sache, ihr könnt auf diesem Teilstück unter Umständen mit bis zu einem Meter Welle rechnen. Wie auch in der Unterhavel gibt es hier ein abgesperrtes Stück für Wasserskiläufer, haben bis jetzt aber noch keinen gesehen. Also an der Insel Hasselwerder vorbei, das Treiben der Dampfer an der Anlegestelle beobachtet, Moby Dick unser Riesenwalfisch lag gerade vor Anker.

Dann ging es den rechten Kanal unter dem Stahlgerüst der roten Sechserbrücke hindurch in den Tegeler Hafen. Die Insel an den Wehren rechts steht zur Zeit noch zum Verkauf, mal sehen was daraus wird. Haltet dann auf die Zugbrücke zu und schwenkt dahinter links ein um die Holzbrücke zu unterqueren, Kopf einziehen nur für große Paddler erforderlich.

Hier in dem idyllisch gelegenen Tegeler Fließ befinden sich etwas weiter hinten drei Kajakvereine, der Tegeler Kanu Verein, der Paddelclub Gut Naß und der Wassersportclub Blau-Weiß Tegel, die zu einer Rast genutzt werden können.

Hier in diesem Fließ lasst euch langsam dahingleiten, an den Ufern, teilweise in alten Autoreifen, die sonst als Pfender benutzt werden brüten Blesshühner und Gänse waren mit ihren Jungen unterwegs. Seid ihr aus dem Fließ heraus könnt ihr wieder auf Höchstgeschwindigkeit beschleunigen. Hier ist ein Ruderboot und Tretbootverleih, einige Ausflügler versuchen es immer wieder mit einer Wettfahrt, beim Versuch bleibt es denn aber auch.

Paddelt immer entlang des rechten Ufers und haltet wieder vorbei an Hasselwerder auf die Durchfahrt an der Insel Scharfenberg zu. Rechts kommt dann noch das Strandbad Tegelsee, da das Eintritt kostet war es weit leerer als die anderen freien Badebuchten. Auch auf dieser Strecke nochmals strammer Seitenwind, der dann später von der Insel Scharfenberg gut abgehalten wurde. Rechterhand kommt dann unser Partnerverein, der Berliner Kanu Club Borussia, bei dem ihr auch immer wieder nette Aufnahme findet.

Von dort aus sind es dann nur noch 8 km zurück zum KC-Albatros, vorbei an der Insel Valentinswerder und nach links einschwenken, wo bereits die beiden Brücken an der Wasserstadt in Sicht kommen. Die unermüdlichen können hier auch noch rechts bis zum Niederneuendorfer See, was dann insgesamt einer netten Tagestour von 37 km entspricht.

So war auch das wieder ein netter Nachmittagsausflug, die gemessenen 30 Grad waren durch den Wind erträglich und wir freuen uns auf die weiteren Ausflüge.