Diese Tour führt euch von unserem Verein dem KC-Albatros rund um die Pfaueninsel eine Gesamtlänge von 29 km hin und zurück, ein netter Vor- oder Nachmittagsausflug.

Es geht also wieder durch Kleinvenedig, unter der Stößenseebrücke hindurch, quer über den Stößensee in Richtung Schildhorn. Dort vorbei befindet ihr euch auf der Havel, die sich ab nun mehr oder weniger weitet. Immerhin genug Platz, um neben der ausgetonnten Fahrrinne bis zum Ufer mit zahlreichen freien Badestränden noch genug Raum zu haben. Besonders am Wochenende kommt es durch den Ausflugsverkehr mit Motorbooten und Fahrgastschiffen und auch Frachtverkehr zu teilweise ordentlicher Wellenbildung, erwartet also keine Ententeichbedingungen insbesondere bei stark südlichem oder nördlichen Wind.

Lasst den Blick schweifen, es gibt etliches zu entdecken. Rechts die grünbedachte Villa Lemm (eine 1907/O8 erbaute Villa mit einem der schönsten Grundstücke Berlins, einem Terrassengarten in italienischem Stil und einem Teepavillon. Von 1945 bis 1990 wohnte hier der britische Stadtkommandant. Danach wurde sie zum Denkmal erklärt. Durch den Unternehmer Hartwig Piepenbrock gekauft und mit etlichen Millionen restauriert erstrahlt die Villa seit 1997 nun wieder im alten Glanz. Albert Einstein residierte hier und spielte im Uferpavillon Orgel. Havel-Kapitäne hatten sich mit ihren Booten versammelt, um der Musik zu lauschen. Weitere hochrangige Gäste in der Villa waren zur Zeit der Residenz der britischen Stadtkommandanten auch die Mitglieder des englischen Königshauses), links die Badestelle Kuhhorn (5 km) mit DLRG Rettungsstation und manchmal tollen Badenixen. Im Anschluß seht ihr bereits links den Grunewaldturm (Das Gebäude aus rotem Backstein wurde 1897 anlässlich des 100. Geburtstags des Kaisers Wilhelm I. von der Gemeinde Teltow errichtet. Das monumentale Bauwerk zwischen Potsdam und Berlin sollte Ausdruck der märkischen Dankbarkeit sein. Der 56 Meter hohe Turm wurde nach Plänen des Geheimen Baurates Franz Schwechten entworfen. In der Kuppelhalle im oberen Teil des Turmes ist ein Standbild aus Marmor zum Gedenken an Wilhelm I aufgestellt. 204 Stufen führen zu einer Aussichtsplattform, die einen weiten Blick über die Havellandschaft bietet.) ebenfalls mit Badestelle (6,5 km).

Auch wenn die Verlockung der Badestelle groß ist, weiter geht es vorbei an Lindwerder (8 km). So ungefähr hier kreuzen wir die Fahrrinne, je nach Verkehr mehr oder weniger steil, wenn ihr in der Ferne einen Sendemast seht haltet darauf zu. Gegenüber Lindwerder gibt es in Gatow eine große Badestelle mit Restaurant mit unseres Erachtens aber zu hohen Preisen. Links seht ihr jetzt bereits die ausgetonnte Wasserskistrecke der Unterhavel sowie im Anschluss daran Schwanenwerder mit dem Bootsanleger für die Windsurfingschule. Ihr haltet jedoch weiter geradaus an einem Campingplatz mit Badestrand und den Tonnen vom Breiten Horn vorbei und seht nun vor euch die Insel Imchen, die Insel der Reiher (11 km). Das dahinterliegende Kladow ist beliebtes Ausflugsziel und daher auch Anlaufstelle für Ausflugsschiffe und die BVG Fähre von Wannsee nach Kladow. Schwenkt ruhig mal in den "Hafen" ein, ist ganz interessant das Treiben da so zu beobachten.

Wenn ihr euch dann dort erfolgreich herausgepaddelt habt seht ihr in der Ferne das Strandbad Wannsee, welches aber nicht zu dieser Tour gehört. Paddelt nun weiter an der Fahrrinne entlang, links die kleine Insel ist Kälberwerder (12 km). Darauf folgt aber auch gleich das Ziel dieser Tour die Pfaueninsel. (Die idyllischen Pfaueninsel, die Gartenlandschaft von Peter Joseph Lenné angelegt. Bis zu seinem Tode verwandelte Lenné die Havellandschaft zwischen Berlin und Potsdam in ein einzigartiges Ensemble aus kultivierter Natur und Architektur. Auf der nur mit der Fähre zu erreichenden Pfaueninsel gibt es eine Garten- und Parklandschaft mit einem Rosenlabyrinth, einem Biedermeiergarten sowie etlichen Pfauen. Das Schloss Pfaueninsel entstand 1794–97 als Liebesnest für Friedrich Wilhelm III. und seine damalige Geliebte Gräfin Lichtenau. Der Architekt Johann Gottlieb Brendel schuf, der damaligen Mode folgend, eine künstliche Ruine, welche die Illusion einer mittelalterlichen Burg erzeugt....)

Wechselt an dieser Stelle am besten die Seite um näher an die Pfaueninsel heranzukommen. Als erstes an der Meierei vorbei, hier ist in einem Abstand von ca. 10 m alles als Naturschutzgebiet ausgewiesen, hier solltet ihr also die Austonnung beachten. Achtet auf historischen Gebäude insbesondere das Schloss vom Wasser aus gut zu betrachten und lauscht dem Ruf der Pfauen. Wenn ihr das südliche Ende der Pfaueninsel umrundet seht ihr die Kirche Peter und Paul und das Blockhaus Nickolskoe. Fahrt einfach darauf zu und schwenkt dann links (nach rechts geht es weiter mit der Tour Glienicker Brücke) in Richtung des Fähranlegers zur Pfaueninsel ein. Achtet links auf das herrlich anzusehende Schloss Pfaueninsel. Habt hier etwas acht, die Durchfahrt ist arg eng und es kommen öfters Ausflugschiffe wie Moby Dick da durch und machen sich breit.

Jetzt nur noch wenige hunert Meter und wir machen für gewöhnlich nach ca. 15-16 km an der in Sicht kommenden Badestelle eine Pause. Hier gibt es denn auch einen Toilettencontainer. Wer Zeit und Lust hat kann natürlich auch die Pfaueninsel besichtigen und/oder das Restaurant am Fähranleger aufsuchen, können wir durchaus empfehlen.

Nach der nun wohlverdienten Pause mit einer Stärkung geht es nun zurück, Kälberweder diesmal von der anderen Seite. Fahrt erstmal am rechten Ufer entlang in Richtung des Grunewaldturmes. Wenn dann rechts das Strandband Wannsee in Sicht kommt haltet darauf zu. Vor den Bootsstegen für überwiegend Segelboote geht es nach rechts durch die Schwanenwerderbrücke durch. Zufällig schwammen zum Fototermin gerade ein paar Schwäne ebenfalls da durch.

Zum Rückweg gibt es denn nicht mehr allzuviel zu sagen, für eine Abwechselung haltet euch rechts, lasst auch mal die Insel Lindwerder links liegen, es gibt sicher für euch das eine oder andere interessante zu entdecken.

Wollen die morschen Knochen nicht mehr so wie ihr, gibt es hier ja genug Strände an denen ihr anlanden könnt und euch etwas ausschütteln könnt. Die Badegäste freuen sich auch immer wieder über Abwechselung. So ist denn wieder eine schöner Ausflug vorbei, Berlin ist doch soooo schön.